125 Jahre REGIS stehen für eine außergewöhnliche Kontinuität. Nur wenige Unternehmen können auf eine so lange Geschichte zurückblicken – und noch weniger haben dabei gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Umbrüche über Generationen hinweg erlebt und bewältigt.
Was sich in dieser Zeit grundlegend verändert hat, ist die Arbeitswelt selbst: Verwaltungsstrukturen, Anforderungen an Organisation und Dokumentation, technische Möglichkeiten. Was geblieben ist, ist die Bedeutung von Ordnung und Struktur als Grundlage funktionierender Prozesse.
REGIS hat diese Entwicklungen begleitet. Nicht durch schnelle Anpassung an jeden Trend, sondern durch eine konsequente Ausrichtung auf Verlässlichkeit, Praxistauglichkeit und langfristige Lösungen. Gerade dort, wo Verantwortung und Nachvollziehbarkeit entscheidend sind, hat sich dieser Anspruch bewährt.
Dieses Jubiläum ist deshalb mehr als ein Rückblick. Es ist Anlass, die eigene Geschichte bewusst wahrzunehmen und zugleich den Blick nach vorn zu richten: auf das, was REGIS ausmacht, auf das, was Bestand hat, und auf den Spielraum, den gute Ordnung schafft.

REGIS entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen. Am 1. April 1901 wurde das Unternehmen in Duisburg als Irmscher & Frings oHG gegründet. Ausgangspunkt war ein konkreter praktischer Bedarf: Verwaltungen und Unternehmen benötigten zunehmend verlässliche Strukturen für Schriftgut, Ablage und Organisation.
Die frühen Jahre waren von bescheidenen Verhältnissen geprägt. Produktion, Büro und Lager befanden sich zunächst unter einem Dach, die Belegschaft war klein, die technischen Mittel einfach. Dennoch entwickelte sich das Unternehmen kontinuierlich weiter.
Bereits früh zeigte sich ein Grundverständnis, das REGIS bis heute prägt: Ordnung wurde nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Voraussetzung für funktionierende Arbeitsabläufe.
Mit dem Eintritt von Wilhelm Schröder im Jahr 1920 begann für das Unternehmen eine neue Phase. Aus der Arbeit von Peter Frings und Wilhelm Schröder entwickelte sich Schritt für Schritt ein eigener Name – und mit ihm ein klareres Profil.
1923 firmierte das Unternehmen schließlich als REGIS GmbH. Der neue Name stand nicht nur für eine formale Veränderung, sondern für einen wachsenden Anspruch: Unterlagen, Abläufe und Zuständigkeiten so zu ordnen, dass daraus Verlässlichkeit entsteht.
In einer Zeit zunehmender Verwaltung, wachsender Dokumentation und komplexerer Organisation wurde daraus eine klare Ausrichtung. REGIS begann, Lösungen zu entwickeln, die Ordnung nicht als Nebensache verstanden, sondern als Voraussetzung für funktionierende Arbeit.
So entstand aus zwei Namen mehr als eine Firma: ein Selbstverständnis, das REGIS bis heute prägt.

„Am Ziel eines langen, arbeitsreichen Lebens."

Im Herbst 1938 wird das neue Betriebsgebäude eingeweiht. Peter Frings hält dazu eine Rede, die bis heute erhalten ist. Sie trägt die Sprache ihrer Zeit.
Bemerkenswert ist vor allem ihr Schluss. Denn er folgt nicht einfach dem Ton, den man für das Jahr 1938 erwarten würde. Statt in eine Parole zu münden, spricht er von Bewahrung, friedlicher Arbeit und der Hoffnung, von Krieg und Brand verschont zu bleiben. Das gibt der Passage eine eigene, stille Spannung.
„Das Schicksal hat es anders gewollt."
1944 wird der Betrieb durch Bombentreffer vollständig zerstört. Drei Jahre später, im Februar 1947, spricht Peter Frings erneut zu seinen Mitarbeitenden – am neuen Standort in Beuel.
Der Ton ist ein anderer: leiser, nüchterner, ohne Pathos. Was 1938 als Triumph einer Lebensleistung formuliert war, wird 1947 als Bruch benannt. Zwischen beiden Reden liegen Krieg, Zerstörung und ein verändertes Verständnis dessen, was Worte tragen können.
Manchmal entsteht Spielraum dort, wo alles andere aufhört.
Auch das gehört zu 125 Jahren REGIS.

Auch die Zeit nach 1947 verläuft nicht geradlinig. Beteiligungen kommen hinzu und enden wieder, Verantwortung wird neu verteilt, später folgt der Umzug an den heutigen Sitz in Grafschaft-Gelsdorf. Die Geschichte von REGIS setzt sich deshalb nicht aus einer einzigen Linie zusammen, sondern aus mehreren Übergängen.
Dass das Unternehmen dennoch über Jahrzehnte Bestand hat, liegt nicht an äußerer Unveränderlichkeit. Es liegt an Haltung und Verantwortung: an der Fähigkeit, Wandel aufzunehmen, ohne den eigenen Maßstab aufzugeben – Verlässlichkeit, Ordnung und dauerhafte Lösungen.
Wie sich diese Haltung über die Zeit hinweg gezeigt hat, erzählen nicht nur Daten und Stationen der Unternehmensgeschichte. Sie spiegelt sich auch in den Stimmen derer, die REGIS über viele Jahre begleitet, erlebt und mitgeprägt haben.
125 Jahre REGIS lassen sich nicht allein an Jahreszahlen festmachen. Sie zeigen sich in den Menschen, die das Unternehmen geprägt, begleitet und erlebt haben. Die folgenden Stimmen stehen stellvertretend für viele.
REGIS war nie laut, aber immer klar in seiner Ausrichtung. Diese Beständigkeit hat das Unternehmen über viele Jahre geprägt.
Gute Lösungen entstehen bei REGIS nicht immer sofort. Es wird diskutiert, abgewogen und hinterfragt. Genau dieses Ringen um die beste Lösung macht die Zusammenarbeit verlässlich und nachhaltig.
REGIS liefert funktionale, langlebige Lösungen. In der Beschaffung ist diese Verlässlichkeit für uns ein entscheidender Faktor.
Stabilität und Wachstum sind kein Widerspruch. Entscheidungen wurden mit Augenmaß getroffen und konsequent umgesetzt. Dahinter stecken eine klare strategische Ausrichtung und verantwortungsvolle Führung.
„REGIS denkt langfristig. Das zeigt sich in der Qualität der Produkte ebenso wie im Umgang miteinander." Langjähriger Partner
Die Rahmenbedingungen, unter denen REGIS arbeitet, verändern sich: Verwaltungsformen, Anforderungen an Nachhaltigkeit und der Umgang mit Dokumenten. Was bleibt, ist der Anspruch, Strukturen zu schaffen, die im Alltag funktionieren und auch morgen noch tragen.




125 Jahre Arbeit mit Verwaltungen und Unternehmen sind keine Nostalgie. Sie sind Erfahrung. REGIS weiß, was funktioniert – weil es sich im Alltag bewähren musste.
Dort, wo Verantwortung und Nachvollziehbarkeit zählen – in Kommunen, Behörden, langfristig denkenden Unternehmen – sind langlebige, verlässliche Systeme keine Frage des Geschmacks, sondern des Bedarfs.
Wer sicher dokumentiert, hat Zeit für das Wesentliche. Wer Ordnung hat, kann Entscheidungen treffen. Genau das ist der Spielraum, den REGIS meint.
Wenn man viele Jahre Teil eines Unternehmens ist, verändert sich der Blick. Als ich 1998 zu REGIS kam, war mir nicht bewusst, welche Verantwortung und welche Geschichte mit diesem Unternehmen verbunden sind. Heute, auf 125 Jahre REGIS zurückblicken zu dürfen, ist für mich ein besonderer Moment – erfüllt von Demut und großer Dankbarkeit.
125 Jahre Unternehmensgeschichte sind keine Selbstverständlichkeit. REGIS hat Zeiten erlebt, in denen Stabilität keine gegebene Größe war: zwei Weltkriege, politische und wirtschaftliche Umbrüche, Phasen des Mangels ebenso wie des Aufbaus. Einen Teil dieser Geschichte haben wir nachgezeichnet. Dass dieses Unternehmen all dies überstanden hat, ist nicht der Verdienst Einzelner. Es ist das Ergebnis von Menschen, die Verantwortung übernommen haben – oft unter schwierigen Bedingungen, immer aber mit großem persönlichem Einsatz.
Mein besonderer Dank gilt meinen Kolleginnen und Kollegen – den heutigen ebenso wie den ehemaligen. Ihr habt REGIS geprägt, getragen und weiterentwickelt. Ohne euren Einsatz, eure Loyalität und eure Haltung wäre eine 125-jährige Unternehmensgeschichte nicht möglich.
Ich danke unseren Kunden, insbesondere den Kommunen, die REGIS über lange Zeiträume ihr Vertrauen geschenkt haben – und es uns bis heute schenken. Dieses Vertrauen ist Grundlage unserer Zusammenarbeit und zugleich Verpflichtung. Ebenso danke ich unseren Partnern und Wegbegleitern für ihre Unterstützung und ihre kompetente Begleitung. In dieser Verbundenheit zeigt sich, dass Verantwortung, Nachvollziehbarkeit und Beständigkeit weiterhin zählen.
Dass REGIS heute auf 125 Jahre zurückblicken kann, empfinde ich nicht nur als Anlass zum Stolz, sondern auch als Auftrag: die Werte, die dieses Unternehmen getragen haben, weiterzuführen – mit Sorgfalt, Verantwortung, Augenmaß und dem Anspruch, Strukturen zu schaffen und weiterzuentwickeln, die Bestand haben.